Archiv

28.09.2017, 16:12 Uhr | Jens Damm
Wolfsrisse nicht auf die leichte Schulter nehmen
Presseerklärung des CDU-Landtagskandidaten Jens Damm

In der Gemeinde Jade wurden mehr als 20 Schafe eines Landwirtes vermutlich von einem Wolf oder Wolfshund gerissen.

CDU-Landtagskandidat Jens Damm hat sich bei der betroffenen Familie informiert und betrachtet mit Sorge die zunehmende Ausbreitung der Wolfsrudel in Niedersachsen.

„Unabhängig davon, ob hier wirklich der Wolf der Verursacher ist, kann man beobachten, dass immer mehr Tierhalter durch Wolfsrisse betroffen sind. Die Tiere verenden teils unter Qualen, der Schaden ist immens. Erste Berufskollegen denken bereits über die Aufgabe der Tierhaltung nach.“

Regionen wie Friesland oder die Wesermarsch sind geprägt von Weidehaltung, es gibt kaum natürliche Rückzugsorte für Wölfe. „Es ist doch eine Utopie, dass wir alle Weideflächen in Niedersachsen mit 2,50 m hohen Wolfsschutzzäunen schützen können.

 

Die Weidehaltung ist ein Markenzeichen unserer Region: Sollen wir alle Tiere im Stall halten, damit sich der Wolf ungestört ausbreiten kann?“

An der Küste sei die Deichsicherheit gefährdet. „Hier hat selbst die SPD inzwischen erkannt, dass Deichschutz ohne Schafe nicht funktioniert.“

Die Vermehrungsquote bei Wölfen beträgt 30 % pro Jahr, derzeit wird der Bestand in Niedersachsen auf über 140 Tiere geschätzt.

Die CDU möchte nach Erreichung der artenschutzrechtlichen Voraussetzungen den Wolf zwecks Regulierung der Population und zur Eingrenzung von Nutztierschäden in das Jagdrecht aufnehmen.

„Wichtig ist auch, dass die Beweislast umgekehrt wird und Betroffene zügig und ausreichend entschädigt werden.“

Dass der grüne Landtagsabgeordnete Hans-Joachim Janßen  den Fall als tragisch bezeichne, aber nach vielen ähnlich gelagerten Fällen immer noch keinen Handlungsbedarf sähe, dass sei die eigentliche Tragödie.

„Wir müssen aufhören, die Zunahme an Wolfsrissen auf die leichte Schulter zu nehmen. Eine natürliche Begrenzung der Vermehrung der Tiere wird nicht erfolgen, denn der Tisch ist durch die für Niedersachsen typische Weidehaltung der Nutztiere für den Wolf reichlich gedeckt. Um die Akzeptanz der weiteren Ausbreitung des Wolfes in Niedersachsen zu erhalten, werden wir an einer Regulierung der Wolfpopulationen nicht vorbeikommen.“